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Copyright © 2018 HVSP e.V.
Stand: 06.06.2018
Leitfaden Ausstellung
 
 
Das ABC der Hundeausstellungen 
 
Allgemeines 
Für den unbedarften Zuschauer sieht es so aus, als müsste man bei einer Hundeausstellung nur ein paar Mal im Kreis gehen und dann etwas stehen bleiben. Damit ist es leider nicht getan. Es geht vielmehr darum, den Hund in optimaler Verfassung zu präsentieren. 
 
Warum muss der Hund im Kreis herum laufen?
Er muss es nicht, nur wenn es der Richter verlangt. Er kann auch verlangen, dass der Hund hin und her läuft, von rechts nach links oder umgekehrt, von ihm weg und wieder zurück. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihren Hund in der Gangart bewegen, in der er sich optimal präsentieren kann. Der Hund sollte leicht traben, nicht trotteln aber auch nicht galoppieren. Gefragt ist eine freie, raumgreifende Bewegung mit viel Schub und Vortritt. Der Richter will bei einem Hund der sich in Bewegung befindet, eventuelle Fehler im Bewegungsablauf erkennen. 
 
Wenn man der erste in der Reihe ist, hat man es natürlich einfach, weil man die Geschwindigkeit bestimmen kann. Wenn jemand vor einem zu langsam für den eigenen Hund läuft hilft es oft die ganze Ringfläche auszunutzen. Man sollte dann bis in die Ecken laufen, um den längeren Weg für die schnellere Fortbewegung des eigenen Hundes auszunützen. Nur in Ausnahmefällen sollte man stehen bleiben, denn ein Stop in der Beurteilung der Bewegung stört die Beurteilung des Bewegungsablaufes. 
Der Hund muss sich vom Richter anfassen lassen.
Das kann man z.B. auf dem Hundeplatz, beim Spazierengehen oder beim Ringtraining üben. Bei diesen einzelnen Situationen kann man andere Personen bitten, den Hund anzufassen. Der Richter kann nur durch befühlen, verschiedene Kriterien beurteilen, z.B. ist der Hund muskulös, ist die Fontanelle geschlossen, hat die Rute keinen Knick, wie ist die Winkelung der Hinterbeine, sind beim Rüden die Hoden vorhanden etc.
Lässt sich der Hund nicht anlangen, wird er disqualifiziert! 
Ein weiteres Problem, Kontrolle des Gebisses.
Zähne zeigen kann man mit dem Hund üben, erst selbst und wenn man genügend mutige Freiwillige hat, dann durch diese anderen Personen. Viele Richter sind damit einverstanden, wenn der Aussteller den Fang öffnet und die Zähne zeigt. Manche Richter bestehen aber darauf dies selbst zu tun. Hilfreich ist es den Hund zwischen die Beine zu nehmen, ihm das Gefühl der Sicherheit zu geben und vor allem nicht zu schnell und zu ruppig versuchen den Fang zu öffnen und dabei noch die Augen des Hundes zu verdecken. Hier kommt es auf die Ruhe und die Geschicklichkeit des Richters an.
Lässt der Hund sich auch hierbei nicht anfassen, droht die Disqualifikation!
Hilfsmittel zum Vorführen im Ring.

Zum Vorführen des Hundes benutzt man sogenannte Vorführleinen, das sind dünne, kaum auffallende Leinen, keinesfalls normale Halsbänder, Geschirre, Haltie´s oder gar Stachelhalsbänder. Die Vorführleine sollte in der Farbe der Nackenhaare des Hundes sein um am Hund nicht störend zu wirken, sie sollte keinesfalls so gewählt sein, dass sie vorwiegend zur Kleidung passt. 
 
Kleidung der Person die den Hund vorführt.
Manchen Richtern ist es ziemlich egal in welcher Kleidung der Hundeführer daherkommt. Andere Richter legen auf ein gepflegtes Aussehen und zum Hund passende Kleidung sehr viel Wert. ( z.B. dunkle Kleidung zum hellen Hund und helle Kleidung zum dunklen Hund) In jedem Falle sollten Sie mit Ihrer Kleidung einen deutlichen Kontrast zu Ihrem Hund haben. Reklame oder Zwingername auf der Jacke sollte man meiden, der Richter soll den Hund ohne Ablenkung bewerten können. 
 
Der Zustand des Hundes.
Auch hier gibt es unterschiedliche Ansichten bei den Richtern. Aber alle mögen keine Parasiten auf dem Hund und schlecht riechende Tiere haben von vorn herein wenig Chance auf vordere Plätze. Beim einen Richter gewinnt ein mit kiloweise totem Haar behangener Hund, ein anderer Richter hat einer Hündin in die Bewertung geschrieben: Zu stark getrimmt. Viele Richter erwarten, dass der Hund in optimalem Zustand präsentiert wird. Dazu gehört auch das Entfernen von totem Haar. (das ist keine Manipulation, sondern notwendige Fellpflege)


Wer einfach so - ohne Vorbereitung - in den Ring geht, darf sich nicht wundern, wenn ihm der Richter eine Abfuhr erteilt und ihn mit einer schlechten Bewertung "belohnt". 
 
Üben, üben, üben
Das A und O mit dem Hund auf einer Hundeausstellung gut abzuschneiden, ist nun mal das vorherige Üben. Durch eine gute Präsentation kann man viele "Mängel" des Hundes wett machen. Dazu ist es jedoch notwendig, sich mit dem Standard seiner Rasse zu beschäftigen. Denn nur wer die Fehler, im Sinne des Standard´s seines Hundes kennt (kein Hund ist perfekt), kann mit Ausstellungstechnik darauf reagieren. 
 
Die Bewertung
Es wird nicht hauptsächlich die Optik bewertet, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Es kommt nicht nur auf die, für jeden Laien leicht erkennbaren Äußerlichkeiten an, wie Fellfarbe und Felllänge , sondern vielmehr auf Kriterien wie Brusttiefe, Winkelung der Hinterläufe, Kopf, Anzahl und Zustand der Zähne, Zahnstellungen, Bewegungsablauf, Gangwerk usw. alles Merkmale, die von jedem guten Richter objektiv abrufbar und messbar sind. Hier unterscheiden sich Formrichter von Zuchtrichtern. (Formrichter sind meist nur ernannte Richter die nur nach dem Phänotyp, also dem äußeren Erscheinungsbild beurteilen können. Zuchtrichter sind dagegen ausgebildete Richter, meist auch Zuchtwarte, die nach dem Genotyp, dem jeweiligen Standard richten und sehr viel Wissen von der Kynologie haben.


Natürlich spielt auch der subjektive Eindruck des Richters eine Rolle, Tagesform des Hundes, Pflegezustand, Interesse und Verhalten des Ausstellers, Wesen des Hundes und die Prioritäten des Richters. (Erachtet er das Wesen wichtiger als die Beschaffenheit des Fell´s? - Sind ihm das Gang werk wichtiger als die Zähne?) 
 
Belastung des Hundes
Natürlich ist der Besuch einer Hundeausstellung für Zwei- und Vierbeiner eine Belastung. Eine belebte Innenstadt ist eine Belastung, Welpen-Spieltage oder ein Hundekurs sind eine Belastung, ein Agilityturnier und eine Fahrt in den Urlaub sind eine Belastung. 
Auf die Belastung kommt es aber gerade an, denn Stress, sofern er für unsere Hunde positiv erlebt wird, ist für die erfolgreiche Hundeentwicklung eine entscheidende Voraussetzung!


Auf der Ausstellung sind Frauchen und Herrchen dabei, es gibt diverse Leckerlie´s als Belohnung und für das Laufen im Ring auch ein dickes Lob - richtig angegangen gehören Besuche auf Hundeausstellungen zu den besten Übungen für unsere Vierbeiner.